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Ernährung im Wandel

„Am heutigen Dienstag findet in Berlin das „Forum Globale Fragen“ zum Thema „(Kein) Brot für die Welt? – Ernährung in der Krise“ statt“. So begründet die Frankfurter Rundschau u.a. das achtseitige Spezial: „Zukunft der Ernährung“ in der Ausgabe Nr. 108, die am 10. Mai 2011 erschien.

Die globale und lokale Ernährungssituation macht immer häufiger durch Futtermittelskandale und Fettleibigkeitsstudien, aber auch durch landesweite Ernteausfälle und Hungersnöte Schlagzeilen.

Als passionierter Koch beschäftige ich mich zwangsläufig häufig mit Ernährung. Das beinhaltet zum Einen natürlich die Zubereitung schmackhafter Gerichte. Zum Anderen sieht man sich aber auch vermehrt mit Fragen konfrontiert, deren Beantwortung oft gar nicht so einfach ist:

  • Wo kommt mein Essen her?
  • Wie wird es produziert?
  • Auf welche Auswahlkriterien kann ich mich beim Kauf verlassen?
  • Gibt es eine „gute“ Art der Ernährung, die ethischen, gesundheitlichen und ökologischen Maßstäben Rechnung trägt?

In diesem Blog werde ich mich sowohl mit aktuellen Fragen aus den Bereichen Kochen und Ernährung auseinandersetzen, als auch prinzipielle ethische Aspekte behandeln. Meistens wird es dabei um Fleisch gehen, da der Fleischkonsum, oder besser seine ungezügelten Auswüchse auf Dauer nicht tragbar sind. Mein Hauptanliegen ist Transparenz, nicht Ideologisierung, weswegen ich mich bemühe meine Ansätze und Ideen faktisch zu begründen.

Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach an der Infomationspolitik der Lebensmittelindustrie, die dem Verbraucher zwar die Verantwortung für die steigende Nachfrage eben z.B. nach Fleisch zuschiebt, ihm aber gleichzeitig eine Aufklärung über die Produktion der Lebensmittel weitestgehend verwehrt.

Kürzlich lief der letzte Teil der ARD-Dokureihe „Deutschland isst…mit Tim Mälzer“, in der der Fernsehkoch die ein oder andere beunruhigende Tatsache über unsere alltägliche Ernährung aufzeiget. Beispielsweise essen die Deutschen momentan so viel Fleisch wie noch nie in ihrer Geschichte, 2007 erreichte der Fleischkonsum die Rekordmenge von über 7 Mio. Tonnen pro Jahr, wovon ca. 5 Mio. Tonnen tatsächlich verzehrtes Fleisch beziffern, der Rest sind anderweitig verarbeitete Abfallprodukte. Laut einem Papier des deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) ergab das einen durchschnittlichen pro-Kopfverzehr von 61,1kg, was eine Steigerung von 2,1 kg im Vergleich zu 2006 bedeutete.

Es ist nun weitläufig bekannt, dass Schlachtvieh zum einen Platz und zum Anderen Futter braucht. Außerdem sind speziell die Ausdünstungen von Rindern ein nicht ganz unerheblicher Klimafaktor. Die Platz-, Futter- und Klimaproblematik machen den Fleischkonsum in Deutschland und anderen erste-Welt-Ländern (v.A. USA, Europa) zu einem globalen Faktor.

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Verfasst von - Mai 1, 2011 in Prinzipielles